Auswahl von Pressetexten

Nordbayern.de – 20. September 2011
Was blieb, als Quelle verschwand. Der Fotograf Stefan Koch ging in den Räumen des Versandhauses auf Spurensuche

Als kleiner Junge gehörte Stefan Koch zu den Kindern, die für den Quelle-Katalog fotografiert wurden. Später nahm er selbst für die Kataloge die Kamera in dieHand. Dann kam, vor genau zwei Jahren, das Aus für das Traditionsunternehmen —und Koch drückte erneut auf den Auslöser. Die preisgekrönten Bilder zeigen, was vonQuelle übrigblieb, als alle Mitarbeiter verschwunden waren.Was Quelle war, davon hatte Stefan Koch noch keine Vorstellung, als er von Mitarbeiterndieses großen Unternehmens für den ersten Job seines Lebens ausgewählt wurde. Beijenem Fototermin trug er ein blauweiß geringeltes T-Shirt, eine kurze Latzhose undordentlich hochgezogene Socken in den Sandalen; er war zwei Jahre alt und seine Aufgabewar es, auf einem flauschigen „Sitz-Lämmchen“ Platz zu nehmen und möglichst vergnügtdreinzublicken. Es gelang ihm ganz gut, das Bild erschien im Quelle-Katalog von 1980/81.30 Jahre später gibt es Quelle nicht mehr — aber Koch kann nun Einiges darüber erzählen,was Quelle war. Die Zeit hat ihn jüngst um ein Interview gebeten, auch das ManagerMagazin berichtete über ihn. Seine Geschichte ist die eines 33-jährigen Fotografen, zudessen Leben Quelle auch nach der Episode mit dem Plüsch-Lämmchen gehörte. Quelle,das war für ihn, der in der Fürther Südstadt aufwuchs, bald das Kaufhaus, in dem die Elterneinkauften. Später, „als blutjunger Werbefotograf“, fotografierte er Rasenmäher, Badezimmerund Haustüren für die Heimwerker-Kataloge des Unternehmens.Die Aufmerksamkeit der Medien hat Koch mit anderen Fotografien geweckt. Es sindeindringliche Bilder, die nach dem Ende von Quelle entstanden. Sie geben Einblicke inverlassene Büroräume und leere Hallen, zeigen Stühle, auf denen niemand mehr sitzt, undBlumentöpfe, die niemand mitgenommen hat. An einer Wand hängt ein Lebkuchenherz, aneiner anderen erinnern bunte Zettel an Termine, die ausgemacht wurden, als noch niemandahnte, dass Insolvenzverwalter Klaus Hubert Görg am Abend des 19. Oktober verkündenwürde, dass die Abwicklung des Unternehmens beschlossen war.Stefan Koch erfuhr von der Nachricht im schottischen Aberdeen, wo er damals alsFotojournalismus-Student ein Auslandssemester verbrachte. „Ich konnte es nicht fassen“,sagt er, in den Tagen danach habe er alle Informationen verschlungen, die er im Internetzum Thema fand. Schnell hatte er den Wunsch, den Untergang des Unternehmens für eineStudienarbeit mit Bildern zu dokumentieren.Zugang zu den Quelle-Immobilien zu bekommen, gestaltete sich indes schwierig. „DieEigentümer saßen über ganz Europa verteilt“, sagt er, zu allem Überfluss hielten sie vonseiner Idee nicht viel: „Immer hieß es: Nee, das ist nichts für uns.“ Einige Türen öffneten sichschließlich doch. Koch ging mit seiner Kamera unter anderem in der Personalverwaltung inder Hornschuchpromenade und im Retourenlager in der Leyher Straße auf Spurensuche.„Ich hab versucht, den Mitarbeiter zu finden, auch wenn er nicht mehr da war: wo erkenntman noch Leben — oder früheres Leben.“Oft schlossen ihm ehemalige Quelle-Mitarbeiter auf. So begegnete Koch etwa einem Mann,der die Retourenannahme mitkonzipiert hatte. „Und jetzt steht er da und muss sieverschrotten. Der Moment und die glasigen Augen dazu, das war für mich sehr bewegend.“Koch beschloss, das Projekt auszuweiten. Zu den Aufnahmen der Innenräume gesellten sichPortraitfotos und Interviews mit ehemaligen Mitarbeitern. Das Ergebnis hat er alsDiplomarbeit an der FH Hannover abgegeben. Er bekam dafür bereits den Preis„Geschossen + gedruckt“ der Lüdenscheider Druckerei Seltmann und den „Best Portfolio-Preis“ des Freundeskreises des Hauses der Photographie in Hamburg. Bis zum 3.November sind die Fotografien in der Hamburger Galerie Kulturreich zu sehen. Enden sollseine persönliche Quelle-Geschichte damit nicht. Eine Ausstellung in Fürth oder Nürnbergund ein Bildband sind geplant.Koch sucht für das Projekt noch weitere Quelle-Mitarbeiter. Informationen unter www.meinequelle-geschichte.de

PAGE Online – 30. September 2011
Bestes Portfolio – Zu Recht

Autor: Sabine Danek»Meine Quelle«: Der Untergang des Versandhausriesen von Stefan Koch.Bei der Portfoliosichtung des Freundeskreises des Hauses der Photographie auf der 5.Triennale der Photographie wurde »Meine Quelle« von Stefan Koch ausgezeichnet. Mitnüchternem Blick und bestechenden Details im Fokus fängt der Fotograf, der selbst ausNürnberg stammt, ein, was von Quelle übrig blieb nachdem der Konzern nach 82 JahrenKonkurs anmelden musste.Und das ist nicht viel. Verlassene Räume, hier und da noch ein Quelle-Plakat, Pin-Ups, leereLager, Flipcharts, die jede Funktion verloren haben, Plastikranken, die auch ausgerupft nochGrün bleiben, leere Konferenzräume, in denen zuvor das Schicksal entschieden wurde –und schockierte Mitarbeiter von denen 9000 auf einen Schlag ihren Arbeitsplatz verloren.»Mich interessieren sehr die feinen Risse, die Umbruchsituation die derzeit in Deutschlandund ganz Europa zu beobachten ist«, sagt Stefan Koch – und »ich war nicht an derVergänglichkeit, am Zerfallsprozess an sich interessiert, aber an den stummen Dialogen, diesich anhand der zum Teil absichtlich hinterlassenen Zeichen im Raum und in denMenschenporträts entwickelten.«.Entstanden ist dabei ein großartiger fotografischer Gang durch das Gelände, kombiniert mitden Porträts der Beroffenen und mitten hinein in die Desillusion. Er ist bis zum 25. Oktoberin der kulturreich Galerie in Hamburg zu sehen.

Manager Magazin – 22. September 2011
Fotoprojekt: Was von Quelle übrig blieb

Vor 30 Jahren posierte Stefan Koch, damals zwei Jahre alt, für denHauptkatalog von Quelle. Später bebilderte er selbst sieben Jahrelang Quelle-Kataloge. Jetzt dokumentiert der Fotograf, was vondem abgewickelten Traditionskonzern übrig blieb: Menschen,Räume, Geschichten.Hamburg – Der Gummibaum hat nur noch wenige Blätter, und auch die werden schongelb. Eine Blümchengirlande windet sich um einen Pfeiler, auf dem Boden steht noch einTelefon, der Schreibtisch ist bereits weg. An der Wand ein Plakat aus besseren Zeiten, alsder Versandkonzern Quelle die ganze Republik belieferte.Es sind die traurigen Reste eines ganz normalen Bürolebens, das aus diesen Räumenlängst gewichen ist.82 Jahre lang war Quelle in Deutschland der Inbegriff von Konsumverheißung, in fastjedem Haushalt lag irgendwo mindestens ein Quelle-Katalog herum. Und dann warSchluss. Vor zwei Jahren war der Versandhandel pleite und wurde abgewickelt. DieNamensrechte kaufte die Otto-Gruppe auf, die nun mit einer kleinen Mannschaft unterdem Namen Quelle.de ein Handelsportal betreibt. Übrig blieben riesige Versandzentren,Fluchten von Büros, leere Kaufhäuser. Und verdurstende Gummibäume.Was bleibt, wenn von einem Unternehmen nichts mehr bleibt? Dieser Frage ist derFotograf Stefan Koch nachgegangen. Die Leidenschaft, mit der er sein Projekt verfolgt,speist sich auch aus einer Biografie – als zweijähriger “Zwetschger”, so nennt man inNürnberg niedliche kleine Jungen, hatte Koch auf einem Riesenkuscheltier für den Quelle-Katalog posiert. Später wurde er Werbefotograf, lebte in Fürth und machte sieben Jahrelang für Quelle-Kataloge Bilder. Und nun findet er als Dokumentar und Künstler in dentraurigen Resten des Versandhauses berührende Motive und Geschichten.Seine Bilder wurden bei einer Portfoliosichtung des Freundeskreises des renommiertenHamburger Hauses der Photographie jüngst als bestes Portfolio ausgezeichnet und sindnun ab Sonnabend bis zum 25. Oktober in Hamburg zu sehen. “Vom Verschwinden einesdeutschen Traditionskonzerns” hat Koch sein Projekt genannt. Er porträtiert Menschen,Räume, Dinge. Die Menschen schauen ernst, die wenigen noch vorhandenen Dingewirken verloren: Hier ist kein Leben mehr, und hier wird auch keines mehr einkehren.Alles ist Vergangenheit.Die Mitarbeiter durften ihre jahrelang gehegten Pflanzen nicht mitnehmenEin Bild zeigt eine große rote Fläche – nur ein winziges Preisschild, mehrmals nach untenkorrigiert, erzählt die ganze Geschichte: Das ehemalige Quelle-Kaufhaus wurde nach derPleite komplett leergeräumt. Die Schnäppchenjäger hatten sich gierig auf die günstigenReste gestürzt. Berührend sind auch die Aufnahmen aus den geräumten Büros: Hier nochein paar leere Stühle, dort ein riesiger Wandkalender, auf dem mit farbigenPapierstreifen die vielen Katalog-Fototermine und die freien Kapazitäten derverschiedenen Studios koordiniert wurden. Der Termindruck ist Geschichte, die Zeit ist indiesem Zimmer stehen geblieben.Es sei nicht leicht gewesen, Zugang zu diesen Räumen zu bekommen, erzählt StefanKoch. Kein Immobilienverwalter sieht es gerne, dass die Objekte, die er noch an denMann bringen möchte, vor großem Publikum die ganze Wucht melancholischer Tristesseverströmen. Durch Kontakte zu ehemaligen Quelle-Mitarbeitern kam Koch dann doch anseine Motive – und auf die Idee, auch die Geschichten dieser Menschen zudokumentieren. Viele waren Jahrzehnte lang für Quelle tätig, manche Familien waren seitGenerationen dort beschäftigt. Etliche hatten die Anlagen selbst mit aufgebaut, die sienun demontieren mussten.”Die Berichterstattung im manager magazin war ein großer Teil meiner Recherche”,erzählt Koch. “Ein Artikel aus dem September 2007 zeichnete im Grunde schon die ganzeEntwicklung ab, die sich später mit Quelle vollziehen sollte.”Im April 2010 begann Koch seine fotografische Spurensuche und bekam von denMitarbeitern Geschichten zu hören, die ihm ans Herz griffen: Manche durften nach derAbwicklung noch nicht einmal ihre jahrelang gehegten Büropflanzen mit nach Hausenehmen, weil der Blumentopf zur Insolvenzmasse gehörte. In einer Serie mitPortraitbildern und Interviews setzt Koch sein Fotoprojekt fort, das auch in Nürnberggezeigt werden soll.

Hamburger Abendblatt – 2. April 2011
Ausstellung, Neustadt

Düfte haben es Jo van den Berg angetan. Nicht dass er sie stets am Körper trägt. Sie sind eher in seinen Gedanken, sind Teil seiner Arbeit. „Als Belgier liegt es nahe, dass ich die französische Lebensart und Kultur schätze“, sagt der Fotograf, der seit Langem in Hamburg lebt. Dazu gehören auch die traditionellen Parfümhäuser wie beispielsweise Guerlain. „Im Gespräch mit dem Chef-Parfümeur entwickelte ich die Idee, die Düfte künstlerisch zu inszenieren.“ So entstand seine kleine Ausstellung mit dem Namen „Scent of Light“, die gerade in der Galerie „kulturreich“ an der Wexstraße 28 eröffnet wurde. Ob Shalimar von Guerlain, Ma Dame von Jean-Paul Gaultier oder Donna von Laura Biagiotti – jeder Duft hat ein fotografisches Tryptichon erhalten, das Ingredienzien wie Rose, Pfirsich oder Kavier einbezieht.

uMag – Ausgabe  04/ 2011
Rosa Wolke

Am liebsten würde ich ganz nah an Jo van den Bergs Fotos schleichen, um festzustellen, ob sie nicht doch ein kleines bisschen duften. Er schafft Bilder, die einen beim Anschauen in der Nase kitzeln: Das leuchtende Rosa lässt mich an süßlichen Fliederduft denken, obwohl mir beim echten Geruchstest vermutlich eher Lackdämpfe gepaart mit holzigem Leinwandrahmen in die Nase steigen würden. In den farbintensiven Fotos werden Düfte sichtbar, selbst wenn auf vielen nur ein stilisierter Parfümflakon zu sehen ist. Wie sehr Farben und Formen im Kopf mit Gerüchen verknüpft sind, merkt man erst beim Schlendern durch die Ausstellung „SCENTofLIGHT“, die im Rahmen der Triennale der Photographie vom 31. März bis 29. April in den Hamburger Galerien kulturreich und SugarBrain Salon zu sehen ist.

SPIEGELOnline – 29. März 2011
Ab ins Kino, umschulen!

“Fotofilm” heißt die Antwort von Fotografen auf YouTube – sie kombinieren Bilder zu Sequenzen und werfen sie auf Leinwände. Bei der 5. Hamburger Triennale der Photographie werden deshalb Kinos zu Museen.
Das Foto duftet. Es duftet rosa, weich, strahlend. Nach “Jean Paul Gaultier Madame”. Der Konzept-Fotograf Jo van den Berg hält den Besuchern aber nicht das Flakon des bekannten Parfüms unter die Nase, sondern seine Fotografien. Er will sie mit den Augen riechen lassen. “Jeder Duft hat seine Grundrichtung. Die greife ich auf und überlege mir, was ich dabei optisch empfinde”, erklärt van den Berg. Der gebürtige Belgier und Wahlhamburger ist mit seiner Ausstellung “Scent of Light” auf der 5. Triennale der Photographie in Hamburg vertreten. Vom 1. bis zum 6. April zeigen Museen, Galerien und Kinos der Hansestadt die Arbeiten weltweit renommierter Fotografen.
Jo van den Bergs synästhetische Inszenierungen werden in der Galerie Kulturreich zu sehen sein. Sieben Parfüms sollen dem Betrachter in Triptychen aus jeweils drei Bildern in die Nase steigen. Der Damenduft von Gaultier ist einer von ihnen. “Auf dem ersten Bild erkennt man die Silhouette der Frau und ist sofort in der Farbwelt des Flakons. Die weiteren Bilder sind eine künstlerische Weiterführung, in denen ich mich von der Verpackung löse und auf dasPhänomen Duft konzentriere”, beschreibt van den Berg seine Arbeiten. Ein Triptychon ist für ihn ein kurzer Film. Ein Film, der nötig ist, um die Empfindungen eines Duftes auszudrücken. Ein Film, der im Kopf des Betrachters entsteht und persönliche Assoziationen auslöst. Mit diesem Ansatz trifft der Fotokünstler den Kern des Mottos der 5. Triennale: “Wechselspiel. Foto-Film-Foto” lautet es. (…)

Last.fm – November 2010
Ausstellung mit Konzert: Zwerge, Zauberer, Zuckerbrote

Vom 25.11. bis zum 23.12. heißt es wieder „Wünsch Dir ´was“ bei kulturreich und im SugarBrain. In diesem Jahr holen 19 Künstler die Grimms Märchen ins Hier und Jetzt: Ute Behrend, Rebecca Butzlaff, Katja Ertzinger, Julia Gordon, Wiebke Jakobs, Andreas Klammt, Melanie Klapper, Sophia Klipstein, Anne Kückelhaus, Carolin Löbbert, Claire Lenkova, Margarin Studio, Marijpol, Nele Palmtag, Thordis Rüggeberg, Simon Schwartz , Volkan Yavuz, Birgit Weyhe und Wassily Zittel interpretieren mit ihren Fotografien, Collagen, Installationen, Objekten und Illustrationen zum Beispiel die Tugenden von Schneewittchen oder die Niederlage des bösen Wolfes auf ihre Weise. Zudem bietet die Verkaufsausstellung kleine, feine Werke zum Wünschen oder Verschenken – zu märchenhaften Preisen. Mit unserem lehrreichen, schmackhaften und sogleich rauschenden Programm möchten wir Sie ein wenig aus der hektischen Vorweihnachtszeit in eine Märchenwelt entführen.

Hamburger Abendblatt – 24. November 2010
Schneewittchens Schrecken – Künstler, Designer und Fotografen hinterfragen Märchenmythen in der Galerie Kulturreich

Einen vergifteten Apfel reicht die Stiefmutter dem Schneewittchen. Grimms Märchen wurzeln tief im kulturellen Gedächtnis.

Kulturreich. Wenn die Tage so unwirtlich kalt und dunkel werden, wärmen Märchenklassiker wie ein heizender Ofen. Die Theaterbühnen sind bevölkert von Hänsel und Gretel, dem tapferen Schneiderlein, Aschenputtel, Rotkäppchen und den Bremer Stadtmusikanten. Und so greift die Galerie Kulturreich in der Neustadt nun zum vierten Mal die allerorten schlummernde Sehnsucht nach den Märchenwelten auf – die meist ja alles andere als heil sind – und lanciert eine Weihnachtsausstellung zu Grimms Märchen.
Unter dem Titel “Zwerge, Zauber, Zuckerbrote – Wünsch Dir was im Märchenreich” stellen 18 Künstlerinnen und Künstler der Galerie und etliche Gastkünstler aus. Passend zum Fest des Schenkens und Beschenktwerdens. Viele Hamburger, die das besondere, individuelle, aber dennoch erschwingliche Präsent suchen, können es hier finden. Die Schau präsentiert Malerei, Fotografie und Design im handlichen Format. Im benachbarten SugarBrain finden Interessierte mit Hingabe illustrierte Comics, Editionen und Kunstminiaturen. Auch hier lässt sich auf den schmalen Regalen und an den mit viel ästhetischem Gespür dekorierten Wänden manch kleine Kostbarkeit entdecken. In ihren Arbeiten haben sich die Künstler auf Spurensuche bei den traditionellen Märchen begeben und hinterfragen Werte und Moral im postmodernen Zeitalter.
Die drei jungen Designer des Margarin Studios lassen sich etwa für eine Installation von Schneewittchen inspirieren und entführen in Welten eines doppelbödigen Schreckens. Parallel lässt die Hamburger Künstlerin Nele Palmtag in einem Scherenschnitt die sieben Geißlein recht keck gegen den bösen Wolf aufbegehren – und gewinnen. Zudem präsentieren die Künstlerinnen und Künstler Ute Behrend, Rebecca Butzlaff, Katja Ertzinger, Wiebke Jacobs, Andreas Klammt, Anne Kückelhaus, Carolin Löbbert, Marjipol, Thordis Rüggeberg oder Volkano ihre Werke.
Zum weihnachtlichen Schwerpunkt legt Ausstellungsmacherin Ulrike Klug vom 26. November bis zum 23. Dezember ein süß duftendes Rahmenprogramm mit Aktionstagen und Workshops auf. Bei Arina Antonova können Interessierte in “Knusperhäuschen – wer knuspert an meinem Häuschen” (2.12., 19.00, 18,-) lernen, wie man solch ein komplexes Backwerk selbst erstellt und sich sein eigenes Märchenschloss bastelt. Zu einer Lesung über die Hintergründe der Märchen, ihrer Sprache und besonderen Metaphorik lädt Maria Leonarda Castello unter dem Titel “Was ist schön?” (9.12. 19.00, 8,-). Theaterpädagogin Nadine Scheffler will in ihrem Workshop “Märchenmaskerade mit Grimms Helden. Welches Wesen steckt in Dir?” (10.12., 16.00-19.00, 10,-, 19.30 Abendveranstaltung inklusive Imbiss, 18,-) mit selbst gebastelten Märchenmasken neue Seiten der Teilnehmer ans Licht bringen. Im Anschluss können sie ihre neuen Identitäten auf einem opulenten Maskenball groß ausführen.
Wer den Weihnachtsabend voraussichtlich alleine unterm Tannenbaum sitzen muss, kann sich mit Arina Antonova und Galyna Panchenko zumindest einen Traumgefährten anrühren. “Back Dir einen Prinzen oder eine Prinzessin” (16.12., 19.00, 15,-) verspricht, ein Abend voller süßer Naschsünden zu werden. Und auch die lassen sich bekanntlich verschenken.

Lastagenda.de – September 2010
Daniel Müller Jansen: There is Me & There is You

Am Mittwoch, 8. September 2010, um 19 Uhr eröffnet die Ausstellung  von Daniel Müller Jansen, Preisträger der diesjährigen Portfoliosichtung des Freundeskreises des Hauses der Photographie e.V., in der kulturreich Galerie Hamburg. Zentrales Thema der Fotoarbeit von Daniel Müller Jansen ist die Gegenüberstellung verschiedener Lebenswelten in Südafrika, die der Fotograf anhand der dazugehörigen architektonischen Ensembles porträtiert. Durch die Gegenüberstellung von „Gated Communities“ und „Housing Projects“ wird die Modellhaftigkeit beider Wohnformen offenkundig und das bestehende Nebeneinander dieser Parallelwelten durch die materielle Abgrenzung enttarnt

Hamburger Abendblatt – 15. Januar 2010
Kulturreich zeigt Malerei von Deenesh Ghyczy

Die Bilder des in Berlin lebenden Malers Deenesh Ghyczy wirken ebenso rätselhaft wie intensiv. Prismatisch aufgebrochen sind seine Porträts, deren Ausdruck ambivalent bleibt, die den Betrachter aber auf merkwürdige Weise in ihren Bann ziehen. „Tuning in“ heißt eine 2009 entstandene Werkgruppe, die die kulturreich Galerie jetzt zeigt. Ghyczy wurde 1970 in Diepholz geboren, er studierte in Amsterdam und Budapest. Bis 2005 arbeitete und lebte er in der ungarischen Hauptstadt. Seine Porträts wirken, als lägen sie unter in sich verschobenen Glasscheiben. Lichtreflexe liegen über den Figuren, was deren Wahrnehmung verändert.

Hamburger Abendblatt – 14. Dezember 2009
Kunst: “Wünsch Dir Was” in der Galerie kulturreich

Komm mit in den Märchenwald. Vorweihnachtliches Programm mit einem Fotozyklus und Knusperhäuschen zum Selbermachen.

Der Charme von Märchenerzählungen verfängt zur Weihnachtszeit besonders gut. Und das nicht nur bei Kindern. Eine vermeintlich schwache Figur besteht den Kampf mit widrigen Kräften. Das Gute siegt, das Böse geht unter. Gerade zum Jahresende sehen wir die Welt gerne geordnet. Der Hamburger Fotograf Sebastian Simon Schupfner hat sich von den grimmschen Märchen zu einem Fotoprojekt inspirieren lassen. In “Watt sull ick mi wünschen?” geht er bis zum 24. Dezember in der Galerie Kulturreich der Frage nach, wie viel Märchen eigentlich in jedem von uns steckt.
Das ist nur ein Teil der vorweihnachtlichen Aktivitäten der Galerie. Unter dem Titel “Wünsch Dir was” stellen mehr als 15 Künstler, darunter Joost Meyer und Sigrid Nienstedt, erschwingliche Exponate aus, die sich als individuelles Weihnachtsgeschenk eignen. Der “Adventskalender mit frohlockenden Aktionen” erfreut in diesem Jahr die Neustadt. Vertreter von Handwerk, Design und Kulinarik präsentieren ihre Künste. Unter anderem lockt ein Origami-Kursus für Kinder bei Akiko oder Live Jazz im Cotton Club. Oder wie wäre es mit einem selbst gebastelten Lebkuchen-Traumhäuschen? Bei Kulturreich lädt Tortendesignerin Laura Seebacher am 21. Dezember zum Knusperhäuschen-Workshop.

Hamburger Abendblatt – 21. Oktober 2009
Beate Selzers künstlerische Gratwanderungen

Auf den ersten Blick fühlt man sich an das Design von Textilien aus den 60er- und 70er-Jahren erinnert, aber bei diesen Bildern ist nichts eindeutig. Sie bewegen sich zwischen Figuration und Abstraktion, zeigen schwer einzuordnen Motive, die dennoch merkwürdig vertraut erscheinen. Unter dem Titel “looking into pattern” zeigt die Kulturreich Galerie in der Wexstraße von morgen an Bilder der in Mönchengladbach lebenden Künstlerin Beate Selzer.
1962 geboren, studierte Selzer 1982-89 an der Düsseldorfer Kunstakademie bei Jan Dibberts, dessen Meisterschülerin sie wurde. Später erhielt sie ein Arbeitsstipendium im Wasserturm Mönchengladbach und ein Atelierstipendium der Karl-Hofer-Gesellschaft Berlin. Auf Ausstellungen war sie u. a. in Berlin, Bremen, Düsseldorf, Hannover, Bochum und Aachen vertreten. Beate Selzer mischt ihren Farben Pigmente und Marmormehl bei, sodass einerseits überlagerte Strukturen, daneben aber auch transparente Effekte entstehen, die den Bildern räumliche Tiefe verleihen.

PRINZ – Juli 2009
Stick & Balls

Kein sprudelnder Champagner oder adelige Damen mit monströsen Kopfbedeckungen: In Hamburg ist Polo Leistungssport für Mensch und Tier: Und doch lässt er Raum für besondere Momente, wie in dieser Fotoausstellung vor allem Betram Solchers spannende Schwarzweiß-Porträts zeigen. Wird das den betuchten deutschen Nachwuchs animieren, künftig vermehrt diesem Sport zu frönen? Das bezweifeln wir. Für Trockenübungen steht aber zumindest schon Alu-Pferd „Aluetta“ in der Galerie bereit.

NDR Fernsehen – 22. Februar 2009 19:30 Uhr
Julia Ziegler im Kulturreich

Die Hamburger Agentur “Kulturreich” vermittelt zwischen Unternehmen und Künstlern. Sie berät Firmen, die sich im Kunstbereich engagieren möchten und betreibt gleichzeitig eine Galerie mit angeschlossenem Salon. Jetzt stellt sie die Künstlerin Julia Ziegler und ihre skurrilen Collagen aus. Der Titel: “Zauberponys und Penismänner.”

Kultur Merkur – Dezember 2008
Eindrucksvolle Projekte – Beispielhaftes Engagement anderer Unternehmen

Die kulturreich Galerie Hamburg vermittelt Kooperationen zwischen Kunst und Wirtschaft und geht als Kulturförderer selbst mit gutem Beispiel voran. Das Unternehmen initiierte beispielsweise Kunstprojekte wie den „KunstAustausch in Eppendorf“, oder „KunstLeben im Hamburger Gängeviertel“, um Öffentlichkeit für junge Künstler zu schaffen und Kunst ins urbane Leben zu integrieren. In diesem Jahr wurde erstmals ein Wettbewerb für angehende Kulturmanager und Nachwuchskuratoren ins Leben gerufen – der Preisträger darf sein Ausstellungskonzept in der Galerie umsetzen und wird bei allen Arbeitsschritten unterstützt und begleitet.

Hamburger Abendblatt – Februar 2008
Kunst trifft auf Wein – und großes Kino gibt’s dazu

Guten Wein zu machen ist eine Kunst. Also ist es nicht verwunderlich, dass die Neustädter Galerie kulturreich zur kalifornischen Weinwoche vom 28.2. bis 8.3. einlädt – und großes Kino daraus macht: Bis 5.3. wir in Zusammenarbeit mit Flexibles Flimmern jeweils um 21 Uhr die wunderbare Weinkomödie “Sideways” gezeigt (8 Euro, Anmeldung per Mail an holgerkraus@flexiblesflimmern. de). Durchgängig ist die Ausstellung “Pudding Hill and Vineyards” zu sehen, in der der Kölner Charakter-Designer André Kniepkamp alias leBeat mit seinen Bildern detailreich von der Wirkung des Weines auf die Einwohner von Pudding Hill berichtet. Und schließlich geht es am 1. und 2. März ans Eingemachte: beim Weinseminar mit Tom Andrew von der Weinbar Chez Papa an der Bellealliancestrasse 35, der die Teilnehmer mit sechs ausgesuchten Westcoast-Gewächsen in die Besonderheiten kalifornischer Weinwelt entführt (35 Euro, mit Kino 40 Euro)- und auch bereit ist, die eine oder andere Flasche zu verkaufen.

Hamburger Morgenpost – Dezember 2007
Das Motiv: Die Fotografin selbst. “Star Shots” in der Galerie kulturreich

Einmal in seinem Leben kann jeder für ein paar Minuten ein Star sein, hat Andy Warhol gesagt. Nicht so die Berliner Fotokünstlerin Kathrin Günter. Diese zieht es vor, ständig und immer wieder ein Star zu sein. Schon vor einigen Jahren begann sie Paparazzi-Fotos zu sammeln und zu archivieren. Schon bald entstanden am Computer einige “Star shots”: Fotomontagen aus Selbstportäts und gefundenen Aufnahmen aus Zeitschriften und Filmen. Dabei ist sie Paparazza und Star in Personalunion. Das Ergebnis sieht erschreckend echt aus. Was ist wahr, was ist falsch? Kathrin Günters Spiel mit den Identitäten verwirrt und fasziniert im gleichen Augenblick. In der neu eröffneten kulturreich Galerie an der Wexstraße sind jetzt aktuelle Arbeiten des weiterentwickelten Zyklus “Star shots” zu sehen. Schillernde Fake-Bilder vermeintlicher Skandale. Bilder, die man von Britney, Kate & Co. kennt, die aber immer Kathrin Günter selbst zeigen. Geschossen in dem Moment, in dem die Maske der Selbstinszenierung einen Sprung bekommt. Ein düsterer, beißender Kommentar auf die gnadenlos voyeuristische Medienwelt der Gegenwart.

Welt Hamburg – Juli 2007
“Coconut Crew” feiert Verlängerung bei KunstLeben

Die “Coconut Crew” feierte die Verlängerung ihrer Ausstellung bei KunstLeben im Valentinskamp mit einem Sommerfest. Reichlich Weißbrot und Würstchen warteten auf die Gäste, die sich das Kunstprojekt von Christoph Babbel, Ole Bergmann und Nils Zimmermann zur Halbzeit noch einmal in Ruhe anschauen und anhören wollten. Die Ausstellung war bereits am 6. Juli eröffnet worden. “Aber auf Grund der außerordentlichen Resonanz haben wir die Frist jetzt noch mal herausgeschoben”, sagte Kunstmanagerin Ulrike Klug, die sich auch für die Finissage mit dem passenden Titel “It’s been a long time” am 10. August schon etwas Besonderes hat einfallen lassen. “Ich will nur soviel verraten, es wird unter anderem einen Live-Act geben”, verspricht Klug. Die “Coconut Crew”, von der die Exponate bei KunstLeben erzählen, beruht auf einer fiktiven Band-Biographie, die durch die künstlerischen Arbeiten des Trios zum Leben erweckt werden soll. “Die vierköpfige Band, bestehend aus Skip, Adam, Steve und André, ist eine ironische Liebeserklärung an die Klischees des Rock’n’Roll”, erklärt Babbel. Die Illustrationen, Installationen, Fotos und Tonmitschnitte zitieren die gängigen Bildsprachen bekannter Logos und Designs.

SZENE – Dezember 2006
Neue Künstlerrepräsentanz: Kunst nach Wunsch

Die Zeiten, in denen man in der Weihnachtszeit selig den halben Vedes-Katalog auf den Wunschzettel schrieb, selbst auch schon mit unsauber gesägten Brotkästen Freude bereiten konnte, sind lange vorbei. Zur Feier der neuen Künstlerrepräsentanz vom kulturreich wird das Motto “Wünsch dir was” aber auch für Volljährige wieder aktuell. Die Ausstellungsplattform KunstLeben präsentiert in der Galerie und der alten Schmiede ein Wunschprogramm von sieben Hamburger Künstlern, bestehend aus Fotografien, Installationen und speziell angefertigten Weihnachtseditionen. Erdmute Prautzsch hat zum Beispiel ihre Guckkästen “little rooms” mit Winterlandschaften ausgestattet. Christoph Siegert präsentiert seine modernen Märchen-Triptichen “Dann Leben Sie Noch Heute” in einer festlichen Schatulle. Neben Sonderausgaben als erschwingliche Mini-Kunst gibt es die Rauminstallation “Mischweiß” von Naomi Henning und Magdalena Krawcewicz zu sehen, Heiko De Groot liest Märchen, bei der Vernissage erklingt Musik nach Wunsch und sogar di Preispolitik liegt beim Kunden: An der Bar wird bezahlt, was man möchte. Im offenen Atelier der “Puppenstube” bekommen Interessierte Anregungen zum Selbermalen – und können zum Fest dann doch mal wieder etwas selbst Gemachtes schenken.

SZENE – Mai 2006
Der Spießer in uns

Hamburger Hochschule für Angewandte Wissenschaften.
Jägerzaun, rustikales Interieur und eine Vorstellung davon, was man zu tun und wie man zu sein hat – so ist das gängige Bild eines Spießers. Doch wie er tickt und wie man selbst einer werden könnte, ist den meisten noch nicht ganz klar. Wer Genaueres wissen will, sollte sich Miriam Ertls Handbuch “Der Spießer – Lebensführung für sie Sie und Ihn” ansehen, das sie als Diplomarbeit im Fach Kommunikationsdesign entwickelt hat. Dazu gibt’s bis zum 13. April in der Hamburger Galerie KunstLeben eine Ausstellung (www.kunst-leben.de). Das Handbuch umfasst acht Prinzipien des Spießerseins – alle leicht zu erlernen. So ironisch, wie die Sache klingt, ist sie aber nicht gemeint. “Teilaspekte, die als spießerhaft empfunden werden, sind selbst für unspießige Menschen nicht untypisch”, meint Ertl. Die Shell Jugendstudie belegt jedenfalls, dass die Jugend verstärkt Wert auf altdeutsche Sekundärtugenden wie Fleiß, Pünktlichkeit et cetera legt – vielleicht hält Ertl da ihrer eigenen Generation den Spiegel vor?

Hamburg Pur – September 2005
Zwischen den Stühlen. Ausstellung „In Between”

Der Ort des Dazwischen ist immer der Spannendste. Er drückt Unterwegssein aus und noch nicht getroffene Entschlüsse; den Unwillen, sich zu entscheiden. An einem solchen Ort kann man sogar leben: für viele der fünfzehn Künstler, die an der Ausstellung “In Between” mitgearbeitet haben, bedeutet dieser Zustand Heimat. So arbeiten sich die meisten Werke am Titel ab, indem sie ausgehend von ihren eigenen Migrationserfahrungen Zuhause als ein Dazwischen begreifen. Dabei kristallisiert sich heraus, dass Heimat an keinen Landstrich gebunden ist; sie kann überall sein und nirgendwo. Die zu sehenden Arbeiten wurden von einer Fachjury ausgewählt, und finden im Rahmen des 3. Festivals der Kulturen ihren Weg in die Räume des Pferdestalls neben der Pony Bar. In Videos, Fotografien, Zeichnungen und Installationen stellen die Künstler dar, was ihnen fremd und vertraut ist.

Hamburg Pur – Mai 2005
Dann leben sie noch heute
Märchenhaftes in der Galerie KunstLeben

Zum 200. Geburtstag von Hans Christian Andersen verwandelt sich die Galerie KunstLeben in ein Märchenhaus auf drei Ebenen. Wonach sehnt sich eine moderne Meerjungfrau? Wie empfindsam ist eine Prinzessin im Jahre 2005? Vier Künstler geben darauf Antworten. In ihren Arbeiten stellen sie sich vor, wie das Leben der Märchengestalten wohl heute aussehen würde. Christoph Siegert und Britta Silberberg zeigen in ihren Fotografien, wohin sich die Schneekönigin und Zinnsoldaten in den letzten 200 Jahren entwickelt haben. Als Inspiration dienen ihnen unter anderem Zitate aus “Däumelinchen” und “Das kleine Mädchen mit den Schwefelhölzchen”. Marc Völler und René Fehrmann entwerfen Produkte für die moderne Märchenwelt. In Anlehnung an “Die Schneekönigin” bieten sie schneeweiße Feuerzeugpistolen gegen Gefühlskälte an, mit denen man sich in der Welt von heute gegen herzlose Manager und profitorientierte Politiker wehren kann.

PRINZ – Mai 2005
Fotoausstellung: Sowjetische Zimmer mit Aussicht bei KunstLeben

Die Farbe blättert ab, der Putz bröckelt, Verfall: Das “Rossija” am Roten Platz in Moskau war einst das größte und prächtigste Hotel Europas – heute gilt es als Bausünde der Chruschtschowzeit und soll abgerissen werden. Unter ständiger Überwachung von Kameras und Angestellten schuf die Fotografin Lara Huck eine imposante Dokumentation über die Kluft zwischen Vergangenheit und Moderne, Traum und Wirklichkeit, Glanz und Untergang.